Interferon-Gamma-Bluttest

Nachweis von Tuberkulose-Erregern

Der Interferon-Gamma-Bluttest (exakte Bezeichnung: Interferon-Gamma-Release-Assays, kurz: IGRA) wird mittels Blutprobe im Labor durchgeführt. Hatten spezielle Abwehrzellen in der Blutprobe (T-Zellen) schon einmal Kontakt mit Tuberkulose-Erregern, setzen sie Interferon Gamma frei, wenn extrahierte Bestandteile von Tuberkulose-Bakterien hinzugegeben werden.

Im Gegensatz zum Tuberkulin-Hauttest reagiert der Interferon-Gamma-Bluttest nicht falsch positiv

Auch ist das Risiko von falsch negativen Ergebnissen bei den IGRAs geringer als beim Tuberkulin-Hauttest. Im Gegensatz zum THT kann er beispielsweise bei Kindern, alten Menschen oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem wie zum Beispiel HIV zuverlässig eingesetzt werden.

IGRA: Weitere Untersuchungen

Aber auch die IGRAs können, wie der THT, im Falle eines positiven Testergebnisses nicht unterscheiden, ob der Getestete nur eine latente Infektion hat oder ob sich eine aktive Erkrankung entwickelt hat. Ein positives Testergebnis mit dem IGRA erfordert deshalb ebenfalls eine weiterführende Untersuchung, um entweder eine aktive Erkrankung auszuschließen oder zu bestätigen.