Prävention und Schutz vor Ansteckung

Was tun, um eine Tuberkulose zu verhindern?

Prävention und Schutz vor Tuberkulose - Mundschutz

Zwei Maßnahmen sind es, die die Tuberkulose bekämpfen und ihre Ausbreitung verhindern sollen:

  • Zum Einen ist es wichtig, eine Tuberkulose-Erkrankung frühzeitig zu erkennen, um sie umgehend effektiv zu behandeln. Bei einer ansteckenden Lungentuberkulose (offene Tuberkulose), bei der die Erreger im Auswurf nachgewiesen werden können, wird der Erkrankte solange isoliert, bis er nicht mehr ansteckend ist. 

  • Zum Zweiten wird eine so genannte Umgebungsuntersuchung durchgeführt. Alle Personen, die in einem engeren Kontakt (Kontaktpersonen) mit dem Tuberkulosekranken gestanden haben, werden daraufhin untersucht, ob sie sich angesteckt haben. Gegebenenfalls müssen diese Personen dann eine prophylaktische oder präventive Behandlung durchführen, die zum Ziel hat, dass die Erkrankung gar nicht erst ausbricht. 

Derzeit gibt es keinen neuen Impfstoff, der sicher vor Tuberkulose schützt. Die früher durchgeführte BCG-Impfung hat nur einen Teilschutz geboten. In Deutschland und einigen anderen europäischen Ländern wird diese Impfung nicht mehr durchgeführt, weil das Risiko der Ansteckung geringer ist als der zu erwartende Nutzen.

Auch die Röntgenreihenuntersuchung, die nach dem 2. Weltkrieg bei Tuberkulose-Früherkennung in der Bevölkerung hilfreich war, wurde abgeschafft. Aufwand und Strahlenbelastung stehen heute ebenfalls bei der relativ geringen Anzahl an Neuerkrankungen in Deutschland in keinem Verhältnis mehr zum Nutzen, den sie einst hatte.

 

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