Verhaltensmaßnahmen für Tuberkulose-Erkrankte

Isolation notwendig bei offener Tuberkulose

Patienten mit offener Tuberkulose werden isoliert. Erst wenn die Therapie soweit erfolgreich durchgeführt wurde, dass keine Erreger mehr ausgeschieden werden, können sie den Rest der Therapie in häuslicher Umgebung fortsetzen. Trotzdem besteht immer die Gefahr, dass es einen Rückfall gibt und der Patient wieder ansteckend wird, insbesondere dann, wenn die Medikamente nicht ordnungsgemäß eingenommen werden. Deshalb sollten bis zum Ende der Therapie einige Dinge beachtet werden, um gegebenenfalls die Ansteckung von Menschen in der Umgebung oder die Verbreitung im Krankenhaus zu verhindern:

  • Beim Husten und Niesen ein Tuch vor Mund und Nase halten
  • Bei Kontakt mit anderen Menschen Mund-Nasen-Maske aufsetzen
  • Mund-Nasen-Maske in anderen Zimmern auch dann tragen, wenn sich niemand anderes im Raum aufhält, weil erregerhaltige Tröpfchen längere Zeit in der Raumluft schwebend überleben
  • Räume regelmäßig gut lüften
  • Ess- und Trinkgeschirr nicht mit anderen teilen
  • Keinerlei Mund-zu-Mund-Kontakte (Küssen), auch nicht mit nahestehenden Menschen

 

Zu ihrem Heilungserfolg beitragen können Tuberkulose-Erkrankte, wenn sie

  • Alle Medikamente genau nach Anordnung einnehmen und die Therapie nicht eigenmächtig vorzeitig abbrechen. Schon das „Vergessen“ der Medikamenteneinnahme gefährdet den Heilungsprozess.
  • Bei vermuteten allergischen Reaktionen auf die Medikamente, zum Beispiel Hautausschlag, Schleimhautschwellungen, Fieber, Kopf-, Bauch- oder Gliederschmerzen, sofort den Arzt aufsuchen
  • Alle Kontrolltermine beim Arzt gewissenhaft einhalten
  • Keinesfalls rauchen – Rauchen schädigt die Lunge zusätzlich
  • Keinen Alkohol trinken, da die Leber durch die verordneten Medikamente bereits stark belastet ist.

Gut zu wissen: Einige Medikamente können die Fahrtauglichkeit und die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen. Darüber gibt der behandelnde Arzt oder der Apotheker Auskunft.