Kombinationstherapie

Tuberkulose-Behandlung mit Medikamenten

Die Therapie der Tuberkulose ist in jedem Fall eine Kombinationstherapie aus verschiedenen antituberkulös wirkenden Antibiotika. Dafür gibt es drei Gründe: Zum Zeitpunkt der Erkrankung kommen die Tuberkulosebakterien im befallenen Gewebe in verschiedenen Entwicklungsstadien vor, die durch die unterschiedlichen Umgebungsbedingungen in diesem Gewebe ausgelöst werden.

So gibt es Bakterien, die sich schnell teilen, und solche, die sich nur langsam teilen. Auch gibt es Tuberkulosebakterien, die innerhalb der körpereigenen Abwehrzellen leben und sich gar nicht vermehren. Auf der einen Seite müssen alle diese Tuberkulosebakterien bekämpft werden, auf der anderen Seite gibt es kein Antibiotikum, das in der Lage ist, diese komplexe antibiotische Leistung alleine zu erbringen.

Aus diesem Grund ist eine Kombinationstherapie aus verschiedenen Antibiotika erforderlich, die sich in ihrer Wirksamkeit auf die unterschiedlichen Entwicklungsstadien und Aufenthaltsorte der Tuberkulosebakterien im entzündeten Gewebe optimal ergänzen.

Tuberkulosebakterien: Aufbau von Resistenzen

Tuberkulosebakterien bauen sehr schnell Resistenzen gegen die verabreichten Antibiotika auf, wenn nicht ausreichend Antibiotika verabreicht werden. Nur mit einer Kombinationstherapie kann verhindert werden, dass die Tuberkulosebakterien diese Resistenzen ausbilden. Wie oben beschrieben kann nur über die Kombinationstherapie sichergestellt werden, dass alle Tuberkulosebakterien erfolgreich abgetötet werden.

Ohne eine ausreichende Kombinationstherapie ist die Gefahr besonders hoch, dass die Krankheit wieder ausbricht (Rückfall). In diesen Fällen sind die verursachenden Tuberkulosebakterien dann häufig auch noch resistent gegen die zuvor verabreichten Antibiotika. In dieser Situation muss auf andere Antibiotika ausgewichen werden, die weniger gut wirken und eine deutlich längere Therapiedauer erfordern.