Tuberkulose – die Risikogruppen

Risikopatienten, bei denen eine erhöhte Ansteckungsgefahr mit TBC besteht

Die Häufigkeit der Tuberkulose ist eng verknüpft mit sozialen Faktoren. Über 90 % aller Tuberkulose-Erkrankungen treten in strukturschwachen Ländern auf.

Begünstigend für die Ausbreitung sind:

  • Überbevölkerung beziehungsweise schnelles Bevölkerungswachstum, vor allem wenn schwierige Lebensbedingungen wie Krieg, Hungersnöte, Vertreibung und Flucht oder Naturkatastrophen hinzukommen
  • unzureichende medizinische Versorgung

Hohe Ansteckungsquote

Erhöht anfällig, an Tuberkulose zu erkranken, sind:

  • Unterernährte und Menschen aus sozial benachteiligten Schichten
  • Obdachlose, Alkoholkranke, Drogenabhängige
  • HIV-Infizierte
  • Alte Menschen mit oder ohne Mehrfacherkrankungen
  • Kranke mit geschwächtem Immunsystem auf Grund ihrer Erkrankung oder auf Grund einer immunsuppressiven Therapie, zum Beispiel bei Rheuma
  • Kontaktpersonen von Tuberkulosekranken
  • Menschen, die früher einmal an einer Tuberkulose litten oder „stumme Bakterienträger“ sind (Gefahr der Reaktivierung)
  • Kinder, da ihr Immunsystem noch nicht vollständig entwickelt ist

In Deutschland gehören Menschen, die in Ländern mit einer hohen Erkrankungshäufigkeit geboren und aufgewachsen sind wie zum Beispiel Asylbewerber, Kriegsflüchtlinge sowie Aus- und Umsiedler zur Risikogruppe, da sie in ihrem Herkunftsland einem erhöhten Infektionsrisiko aufgrund oben genannter Faktoren ausgesetzt waren.